Week #2

Mein Stammplätzchen, Kailua Beach Park

Gerade wollte ich mich an mein „Stammplätzchen“ am Beach setzen, um meine ‚Weekly News‘ zusammen zu fassen, da überkam mich eine unbändige Lust in diesem türkisgrünen Wasser schwimmen zu gehen. Ich konnte dieser Einladung nicht widerstehen – trotz Quallententakel und Hai-Fantasien.

Today’s swim (ca. 1000m)

Jeder hat sein Ding – Schwimmen ist meins!

Um im Kailua Masters Swim Club am regelmäßigen Training teilzunehmen, musste ich einerseits Mitglied in der USA-weiten U.S. Masters Swimming Organization‘ werden und andererseits dem Hawaiianischen Kailua Masters Swim Club beitreten. Beides beschert mir sowohl Versicherung als auch das Gefühl „dazu zu gehören“! Hier schwimmen die ‚residents‘ …. und ICH.

Montag- und Mittwochabend um sieben Uhr geht’s los. Es ist schon dunkel und immer noch sehr warm. Leider bringt auch der Sprung ins Pool keine Abkühlung, das Wasser ist von der Sonne so aufgeheizt, dass man keinen Unterschied spürt – cosy!

Für mich war es das dritte Schwimmtraining und ich habe mich von Lane 1 zu Lane 3 hochgearbeitet. Whitney, ‚our Swim-Coach‘ ist eine zackige, junge Frau, die vom Beckenrand aus ihre Anweisungen gibt: „Oooookaaayy Ladies (…es sind auch Männer im Becken ;-), warm up! Five two hundreds, then fifty easy in between! When you are done then eight three hundreds, fifty easy, then fifty fast.”

Beim ersten Mal fragte sie mich ganz geschäftig: „What’s your time?” Ich: „I don’t know – guess intermediate” und sie steckte mich in die Lane 1, da sind die Langsamsten! Als ‚new kid on the block‘ hielt ich mich höflich zurück, denn das war tatsächlich unter meiner Zeit. Jetzt darf ich in Lane 3 schwimmen, das passt erst einmal.

Zum Schluss ruft Whitney noch vom Beckenrand aus: „Two hundreds as faaaaast as you can, then cool down!” und „See youuuuu Mondaaayy!“ Übrigens: Masters ‚simply means 18 and older‘ und es gibt 8 Lanes!

Training at Kailua Masters Swim Club

Gastfreundschaft, die ihresgleichen sucht

Ed, George, Melanie und Karen. Bei einem Café Latte im Starbucks traf ich Ed. Ed ist ein aufgeschlossener, neugieriger Mann, Anfang 50, untersetzt und hat offenbar Freude an gutem Essen. Er hat ein Haus auf der Insel, wohnt sonst auf dem ‚Main Land‘ und pendelt seit vielen Jahren hin und her. Selbst bezeichnet er sich als ‚locist‘, was die Synopse aus ‚local & tourist‘ ist.

Wir kamen ins Gespräch und schwups, waren die nächsten zwei Tage verplant: Vom Sonnenaufgang (6 am) bis ‚after lunch time‘. Ed war jeweils zwei Vormittage mit mir unterwegs und zeigte mir alle ‚must have‘ an der East und North Shore (Kualoa Ranch, Laie Point mit Ausblick auf Kukuihoolua Island, Turtle Bay, Kawela Bay, Waimea Beach Park, Laniakea, wo die Surfer sind…..), gab mir gute Insidertipps für Unternehmungen, die ich die nächsten Wochen noch abarbeiten kann und nahm mich mit in sein Lieblingsrestaurant Joe’s in Hale’iwa.

Die Shrimps dort sind unvergleichlich und bisher dachte ich meine Mutter macht die besten (…sorry, Mama)!

Sightseeing Trip mit Ed

In der Cycling Community

George traf ich ganz und gar online. Er bot mir an, mich beim Kailua Thursday Ride zu begleiten – ‚just in case the pace is too quick‘! George’s Name fiel über mehrere Beiträge, die im Netz an mich von unterschiedlichen Leuten herangetragen wurden.

Am Donnerstag also früh aufstehen und um 8:00 Uhr am Treffpunkt erschienen! Die Gruppe trudelte nach und nach ein, auch Melanie. Sie ist sicher schon ein ganzes Stück über 60 und fährt wie eine junge Biene. Melanie gibt mir Infos zu Events, ‚which she is highly recommending‘. Weitere Mitfahrer kamen auf dem Makapu’u Lookout hinzu.

George war ein wunderbarer ‚pacemaker‘ – allein wäre ich nie so zügig durch den Gegenwind gekommen und zwischendrin, während wir durch ruhige Straßen fuhren, war immer Zeit für einen kleinen Plausch. George erzählte von seinen Enkelkindern, seiner Familie und seinem Beruf – er ist ‚psychiatrist‘ und arbeitet ‚independently‘. However, er wird mich jetzt öfter mal auf seine Touren mitnehmen und mir die Gegend zeigen. Nebenbei erhält man Einblick in das Leben eines ‚Local‘.

Während des Radelns kam Karen auf mich zu: „Hi, I’m Karen. Nice meeting you!“. Karen ist super aufgeschlossen, einfach eine Frohnatur und ‚sociable‘. Sie war bei der US Army und ist bereits mit 58 quietschfidel in Rente. Karen hat also viel Zeit! Karen lud mich für Freitag zur ‚Full Moon Night‘ am Lanikai Beach ein. Cracker, Dip und Wein und ein gelungener ‚small talk‘ über dies und das.

Während ich diese Zeilen schreibe pingt mein Telefon vor sich hin – die Kailua Thursday Riders sind wieder aktiv und überlegen gemeinsam, wie ich am 29. September am besten am Honolulu Century Ride teilnehmen kann. Ohne Auto ist das hier nämlich ein Problem zum Startpunkt der berühmten alljährlichen Ausfahrt der Rennradler und Triathleten zu kommen, insbesondere morgens um 5 Uhr. Mal sehen wie das klappt…

People @ Kailua Thursday Ride

Go Green!

Heute (Sonntag) startete ich meinen Tag mit dem Besuch des Kailua Farmers Market. Hier kommt die ‚organic community‘ auf ihre Kosten. Gemüse und Obst aus eigenem Anbau, Bäcker und Köche zeigen, was sie können. Smoothies und handgemachte Seife. Und ich kaufe mir ein ‚sourdough bread‘ und werde heute Abend darüber herfallen. Zukünftig muss ich sonntags auf mein Frühstück verzichten, um mich hier Stück für Stück durchzufuttern. Ein kleiner Markt, der das sehr zarte Pflänzchen einer Öko-Bewegung wieder spiegelt.

Go the extra mile for good bread!

Ojee, schon so spät?! Der Wind zieht auf und die Kitesurfer kommen, um die letzten ein, zwei Stunden bis es dunkel wird zu nutzen. An der ‚mountain side‘ ziehen dunkle Wolken auf – ich muss los, bevor ich in den Regen komme….

Gestern Abend ereilte mich mit tierisch lautem Sirenenton aus meinem Telefon (meine Güte, was ist das denn, dachte ich erschrocken…! Wie kommen die an meine Nummer ….? Wahnsinn, diese Digitalisierung und was man sonst noch so denkt ….), eine inselweite Unwetterwarnung:

‚Flash Flood Warning this area. Avoid flooded areas‘.

Gut, dass ich schon zuhause war, am Strand war es sicher ungemütlich geworden. Heute bin ich vorsichtig!

Ein Gedanke zu “Week #2”

  1. welche Traumstrände Dich dort umspülen und wie die Menschen Dich umtüddeln! Klngt alles hoch aktiv, entspannt und einfach betörend! Dir, liebe Patty, viel Freude und Spaß weiterhin! Hier ist die normale Herbsthektik angebrochen und alle sind munter am Arbeiten. Liebe Grüße aus dem schönen Eschborn in spätsommerlicher Stimmung von Agnes …. ach welch Strände Du da für Dich hast ….

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