Wer kennt das nicht: Irgendwas stimmt nicht, obwohl eigentlich alles in Ordnung ist!
Eine diffuse Unzufriedenheit auf hohem Niveau. Keine existenziell bedrohliche Situation. Schon beim Schreiben bekomme ich ein schlechtes Gewissen, dass es genauso bei mir anfing.
Wenn man zu dem Typ Mensch gehört, dessen Unterbewusstsein so lange quengelt und rattert, bis es sich nach „oben“ gearbeitet hat, dann hört man sie: Die eine Stimme, die sich lange Jahrzehnte zurückgehalten hat. Die übertönt wurde vom Bedürfnis nach Sicherheit und Wohlstand. Nach Stabilität und Verbundenheit.
Super Job, herausfordernde Aufgaben mit Fun-Faktor, gutes Einkommen, eine zuverlässige Beziehung, liebe Kolleg*innen, flexible Arbeitszeiten, beste Freunde, eine gesunde, selbstständige Tochter und, und, und …
Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Dynamiken von Flucht und Migration ist es nahezu peinlich zu offenbaren, dass man unter solchen Voraussetzungen immer noch nach den oder nach noch mehr „Sternen greifen“ will.
Nach nunmehr 6 Jahren seit der ersten Idee läuft der Countdown!
Die Wohnung ist aufgelöst, Hab und Gut eingelagert. Der Job endet. Familie und Freunde werden Stück für Stück verabschiedet. Letzte bürokratische Erledigungen. Kleine Abschiede wo man hinschaut und leuchtende Augen, wenn ich sage „Ich gehe auf meine einjährige Auszeit und ich lasse es mir einfach nur gut gehen. Nein, kein Abenteuer. Nein, auch nicht mutig. Ja, genau. Einfach nur schön soll es werden!“
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