Der Countdown läuft …

Wer kennt das nicht: Irgendwas stimmt nicht, obwohl eigentlich alles in Ordnung ist!

Eine diffuse Unzufriedenheit auf hohem Niveau. Keine existenziell bedrohliche Situation. Schon beim Schreiben bekomme ich ein schlechtes Gewissen, dass es genauso bei mir anfing.

Wenn man zu dem Typ Mensch gehört, dessen Unterbewusstsein so lange quengelt und rattert, bis es sich nach „oben“ gearbeitet hat, dann hört man sie: Die eine Stimme, die sich lange Jahrzehnte zurückgehalten hat. Die übertönt wurde vom Bedürfnis nach Sicherheit und Wohlstand. Nach Stabilität und Verbundenheit.

Super Job, herausfordernde Aufgaben mit Fun-Faktor, gutes Einkommen, eine zuverlässige Beziehung, liebe Kolleg*innen, flexible Arbeitszeiten, beste Freunde, eine gesunde, selbstständige Tochter und, und, und …

Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Dynamiken von Flucht und Migration ist es nahezu peinlich zu offenbaren, dass man unter solchen Voraussetzungen immer noch nach den oder nach noch mehr „Sternen greifen“ will.

Nach nunmehr 6 Jahren seit der ersten Idee läuft der Countdown!

Die Wohnung ist aufgelöst, Hab und Gut eingelagert. Der Job endet. Familie und Freunde werden Stück für Stück verabschiedet. Letzte bürokratische Erledigungen. Kleine Abschiede wo man hinschaut und leuchtende Augen, wenn ich sage „Ich gehe auf meine einjährige Auszeit und ich lasse es mir einfach nur gut gehen. Nein, kein Abenteuer. Nein, auch nicht mutig. Ja, genau. Einfach nur schön soll es werden!“

Die digitale Welt erlaubt es uns, jederzeit in Kontakt zu treten und zu bleiben. Ich lade Euch herzlich ein, hier zu kommentieren oder mir zu schreiben. Freudiges, Kritisches, Neugieriges. Egal, was Euch so bewegt, welche Resonanz gebt ihr mir?

2019 … sabbatical now!

Ursprünglich bezeichnet das Sabbatjahr ein göttliches Gebot, das in der Tora beschrieben wurde. Es ist das letzte Jahr in einer Reihe von sieben Jahren, danach sollen Sklaven freigelassen werden und Äcker und Weinberge sollen brachliegen. Der Wortursprung aus dem Hebräischen šabat bedeutet „inne halten“.

Nun bin ich weder eine Sklavin, noch bin ich im Ackerbau tätig oder bestelle einen Weinberg. Dennoch ist es an der Zeit. Mein Sabbatjahr startet dieses Jahr im September.

In diesem Blog könnt ihr mich ein wenig begleiten.

52 Wochen. 4 Stationen. Hawaii. Florida. Rom. Tirol.

Details folgen später. Und wenn ihr erst einmal etwas über mich erfahren wollt, dann klickt einfach im Menü „über mich“ 🙂

Bis bald,
Eure Patty